Mannheim // Belastende Arbeitsbedingungen führen häufiger zu Fehlzeiten als die telefonische Krankschreibung. Das zeigt eine neue Studie des Zentrums für Präventivmedizin der Medizinischen Fakultät Mannheim. Ausschlaggebend für „falsche“ Krankmeldungen sind demnach vor allem Stress, Rollenkonflikte, die innere Kündigung oder Druck durch soziale Normen im Arbeitsumfeld. Rund ein Drittel der Befragten meldet sich trotz Arbeitsfähigkeit krank, zwei Drittel gehen trotz Krankheit zur Arbeit. Die Forschenden warnen: Politische Reformvorschläge greifen zu kurz, wenn sie auf die telefonische Krankmeldung als Treiber für Fehlzeiten abzielen. Die Studie basiert auf einer indirekten Befragungsmethode, die sensible Verhaltensweisen realistischer erfasst.
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