Aus Schrott wird wertvoller neuer Stahl ohne Qualitätsverlust

Mitarbeiter bei Eisen Braun sortieren Metallschrott zur Wiederverwertung im Recyclingprozess

Für Industriekunden fungiert Eisen Braun als Wegbereiter einer Kreislaufwirtschaft von Stahl und Metall

Eisen Braun entsorgt industrielle Metallabfälle aller Art und führt sie als Sekundärrohstoff einer geordneten Kreislaufwirtschaft zu.

Deutschland ist größter Stahlproduzent in der EU und siebtgrößter weltweit. Halb- und Fertigerzeugnisse aus Stahl zählen zu den Top-Exportgütern Deutschlands. Trotz dieser strategischen Bedeutung werden fast alle Primärrohstoffe zur Stahlherstellung importiert, was hohe Versorgungsrisiken mit sich bringt und CO2-intensiv ist. Hier kommt Eisen Braun aus Memmingen ins Spiel: Als erste Station einer umweltfreundlichen Kreislaufwirtschaft sammelt das Familienunternehmen industrielle Stahl- und Metallabfälle und bereitet sie für das Recycling auf.

Bei den mittelständischen Metallverarbeitungsbetrieben im Allgäu und darüber hinaus gilt Eisen Braun als zuverlässiger Partner bei der Rückführung und Wiederverwertung ihrer Produktionsabfälle, bei großen wie bei kleinen Volumina. Zum Jahreswechsel schloss Geschäftsführer Simon Braun die aufwendige technische Sanierung seines Unternehmens im Süden von Memmingen ab:

„Jetzt bewegen wir uns bei unseren Betriebsanlagen und -flächen auf einem technischen Niveau, welches die neusten Vorgaben des Emissionsschutzes erfüllt und zugleich höchste und modernste Maßstäbe in Sachen Umwelt-, Gewässer- und Bodenschutz setzt“

erklärt er.

Mit Herzblut bei der Arbeit – insgesamt 30 Mitarbeiter kümmern sich um Schrott jeglicher Art bei Eisen Braun und freuen sich über Verstärkung.

Bahnanschluss als Standort-Kriterium

In vierter Generation leitet Wirtschaftsingenieur Simon Braun seit sieben Jahren die Geschicke des Metallentsorgers.

„Unser Standort in der Alpenstraße im Süden Memmingens ist zwar beengt, doch er bietet einen Bahnanschluss, was uns den wichtigen, umweltfreundlichen Gütertransport per Bahn ermöglicht“

,erklärt der Geschäftsführer. Rund 4.000 Tonnen vorsortierter, aufbereiteter Stahl- und Metallschrott verlassen pro Monat das Betriebsgelände – gut 80 Prozent davon über die Schiene. Stahlwerke in Deutschland, Luxemburg, der Schweiz, Italien, der Türkei und Indien schätzen den wertvollen Sekundärrohstoff aus dem Allgäu: Stahl kann unendlich oft ohne Qualitätsverlust recycelt werden, solange Schrottsortierung, Prozessführung und Legierungsmanagement stimmen.

Enormes Einsparpotenzial

In Stahl- und Metallschrott sieht Simon Braun einen gewaltigen Hebel: bei der Dekarbonisierung der Stahlindustrie, der Etablierung einer Kreislaufwirtschaft, der Reduzierung von Rohstoff-Abhängigkeiten.

„Da wir kaum eigene Rohstoffe für die Stahlherstellung in Deutschland haben, müssen wir uns umso stärker auf Stahlschrott als Sekundärrohstoff konzentrieren. Und was die CO2-Einsparung betrifft, ein Vergleich: Die Herstellung von Stahl aus Schrott im Vergleich zur Herstellung aus Primärrohstoffen spart pro Tonne 1,67 Tonnen CO2 ein. Das ist pro Tonne so viel wie ein Diesel-Pkw mit sechs Litern Verbrauch auf rund 10.500 Kilometern an CO2 ausstößt.“

Auch im eigenen Unternehmen denkt und handelt der 36-Jährige energie- und umweltbewusst. Eine neue PV-Anlage erzeugt so viel Strom wie das Unternehmen das Jahr über verbraucht. Zahlreiche Anlagen, Maschinen und Geräte arbeiten inzwischen elektrisch. Die Umstellung auf E-Antrieb bei Lkw visiert er an, sobald die Anschaffungskosten für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur tragbar werden.

Brandgefahr durch Akkus und Batterien

Eine eindringliche Bitte äußert Simon Braun am Ende unseres Besuchs:

„Bitte entsorgen Sie jedes noch so kleine Gerät mit Lithium-Ionen-Akku oder Batterie auf einem Wertstoffhof beim Elektroschrott oder bei einem Elektrofachgeschäft. Dies betrifft alles, von der E-Zigarette über Akkuschrauber bis E-Scooter. Auch wenn es kaum zu glauben ist: Eine einzige kleine Knopfzelle genügt, um bei uns einen gefährlichen Brand zu verursachen. Jeden Tag brennt es deswegen in Deutschland mehrmals bei Recyclingunternehmen.“

Die Zahl der Akkus, die falsch entsorgt werden, steigt beständig. In einem Video zeigt Simon Braun, wie Akkus und Batterien förmlich explodieren, wenn sie von schwerem Gerät beschädigt werden.

Eisen Braun überwacht seine Schrottberge daher 24/7 mit Wärmebildkameras. Sollte sich ein zunächst unsichtbarer Brand entwickeln, wird dieser über die Kameras erkannt und gelöscht. Kleine Unachtsamkeit – große Gefahr. Wir wissen jetzt, wohin mit Akkus und Batterien.

„Stahlabfälle sind wertvolle Rohstoffe, die wir effizient und flexibel für die Wiederverwendung aufbereiten.“

– Simon Braun, Geschäftsführung Eisen Braun

Portfolio Eisen Braun

  • Entsorgungskonzepte
  • Full-Service-Entsorgungspakete für die Industrie
  • Stahlschrott, Abholung & Aufbereitung
  • Buntmetallschrott, Abholung & Aufbereitung
  • Sammelbehältnisse liefern & abholen
  • Verkauf von Neuware an Stahl- und Metallerzeugnissen


Sigrid Leger

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