Führungsposition und Familie: ein modernes Modell

Glas Trösch Kempten – Führungsposition und Familie: ein modernes Modell

Doris Wenzel ist Nachfolgerin von Jürgen Sutter bei Glas Trösch Kempten.

Glas Trösch Kempten ist ein Betrieb mit Tradition. Seit Jahrzehnten ist der Standort fest im Allgäu verankert und beliefert die regionale Bauwirtschaft mit hochwertigen Glasprodukten aller Art. Dass sich Tradition und Innovation hervorragend ergänzen beweist Doris Wenzel, die am 1. Januar 2025 die Geschäftsführung des Unternehmens von Jürgen Sutter übernommen hat.

Bereits bei den ersten Sätzen im Gespräch wird deutlich: die 35-Jährige ist äußerst strukturiert, kommuniziert sehr klar – und bleibt dabei erfreulich nahbar. Qualitäten, die sie nicht nur als Geschäftsführerin, sondern auch als Mutter von Drillingen benötigt: „Das prägt einen“, sagt Doris Wenzel lachend. „Man lernt, Prioritäten zu setzen und Ruhe zu bewahren – das nehme ich jeden Tag mit ins Unternehmen.“

Führungsstil mit Vorbildfunktion

Dass sie Führungskraft und Mutter von drei kleinen Kindern ist, sieht Wenzel nicht als Gegensatz, sondern als Modell der Zukunft. „Mein Mann arbeitet Teilzeit, wir teilen uns die Verantwortung.“ Sie möchte ein authentisches Vorbild für junge Frauen sein, zeigen, dass sich Familie und Karriere nicht ausschließen und ihren Mitarbeitenden ermöglichen, ebenfalls flexible Modelle zu leben.

Ihren Führungsstil beschreibt Wenzel als klar und verbindlich, aber warmherzig und nahbar. „Ich erwarte viel, aber ich gebe auch viel zurück“, sagt sie. „Mir ist wichtig, dass wir ein Umfeld schaffen, in dem man arbeiten möchte. Transparenz, Respekt und eine starke Teamkultur gehören dazu.“

Fachwissen und Förderung

Respekt hat sich Doris Wenzel in ihren mehr als 18 Jahren Betriebszugehörigkeit längst erarbeitet. Sie strahlt eine natürliche Autorität aus – nicht zuletzt durch Erfahrung und Wissen. Wenn sie durch die Produktionshallen von Glas Trösch Kempten geht, merkt man sofort: sie kennt ihren Standort und dessen Abläufe in- und auswendig.

„Mein Chef und Vorgänger, Jürgen Sutter, war in dieser Hinsicht ein großes Vorbild“, so Wenzel. Er habe sein unglaubliches Fachwissen gern weitergegeben und Talente gefördert – und gefordert. So habe sie bereits mit 23 Jahren ihre erste Abteilung übernehmen dürfen.

Vor mehr als 18 Jahren begann Doris Wenzel ihre Ausbildung als Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement bei Glas Trösch Kempten. Heute ist die 35-Jährige Geschäftsführerin des Unternehmens – und Mutter von Drillingen.

Klarer Kurs, sichtbare Ergebnisse

Im ersten Jahr als Geschäftsführerin hat Doris Wenzel bereits einiges an Veränderungen umgesetzt: Sie und ihr Team haben ein neues Produktionssystem eingeführt, den Fuhrpark komplett ersetzt, einen neuen Maschinenpark aufgebaut und die sogenannte Verkleberei aufgerüstet. „Wir sind in allen Bereichen stärker aufgestellt und haben eine Vielzahl namhafter Kunden gewinnen können“, freut sich Wenzel.

Gleichzeitig laufen neue Prozesse sauberer, Verantwortlichkeiten sind klarer definiert, die Kommunikation ist strukturierter – und darüber hinaus bleiben die Türen offen, im wahrsten Sinne des Wortes: Viele Mitarbeitende schätzen, dass Wenzel regelmäßig durch den Betrieb geht, zuhört und Entscheidungen erklärt.

Strategischer Fokus: Qualität, Spezialisierung und Digitalisierung

Auch für die kommenden Jahre hat Doris Wenzel klare Prioritäten: den hochpräzisen Vitrinen-Bau als Premium-Produkt weiter auszubauen, Sanco Divide Easy als Schallschutz- und Designlösung breiter zu etablieren. Beides sind Bereiche, in denen Kempten inzwischen überregionale Maßstäbe setzt.

Prozesse digitalisieren und verschlanken, Fachkräftebindung stärken und Talente entwickeln sind weitere Ziele der Geschäftsführerin. „Kempten ist ein Standort mit viel Potenzial“, sagt sie. „Wir haben das Know-how, die Maschinen, die Leute – mit einer klaren, strategischen Richtung.“

Doris Wenzel möchte Glas Trösch Kempten stabil, modern und gleichzeitig menschlich führen. Das Unternehmen soll wirtschaftlich stark bleiben, als Standort Innovation und Tradition verbinden und ein Arbeitgeber sein, bei dem Mitarbeitende gerne tätig sind. Wenzel: „Das Allgäu ist meine Heimat – und ich möchte, dass wir hier etwas Nachhaltiges aufbauen. Etwas, das bleibt.“

„Ohne ein gutes Team funktioniert nichts – das gilt privat wie beruflich.“– Doris Wenzel, Geschäftsführerin von Glas Trösch in Kempten

Cordula Meffert
BILDER: GLAS TRÖSCH GMBH

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