Kempten // Seit dem 1. April beteiligt sich das Lungenkrebszentrum Allgäu-Oberschwaben am neuen bundesweiten, kassenfinanzierten Lungenkrebsscreening. Der Ablauf sieht eine Erstbefundung durch Radiologen mit Screening-Qualifikation sowie verpflichtend eine unabhängige Zweitbefundung vor. Diese erfolgt über Professor Andrik Aschoff am Zentrum im Klinikum Kempten. Hausarztpraxen können starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren zur Früherkennung überweisen. Die Bildgebung erfolgt als Niedrigdosis-CT ohne Kontrastmittel, ihre Auswertung wird durch KI unterstützt. „Lungenkrebs tut nicht weh und wird deshalb oft spät erkannt“, sagt Professor Dr. Christian Schuman. Er hofft, möglichst viele Menschen mit hohem Lungenkrebs-Risiko für die Früherkennung zu gewinnen. Mitte April wurden regionale Hausärzte und Radiologen geschult; ein weiterer Termin könnte im zweiten Halbjahr folgen.
BU: Früherkennung: Das Lungenkrebszentrum Allgäu-Oberschwaben unter Prof. Dr. Christian Schumann (links) bietet als erstes Tumorzentrum der Region das neue, kassenfinanzierte Lungenkrebsscreening an. Bildquelle: KLINIKVERBUND ALLGÄU
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