Deutschlands Produktivität schwächelt – Unternehmen haben trotzdem große Chancen

Deutschlands Produktivität stagniert. Erfahren Sie, welche fünf Hebel Unternehmen nutzen können, um Effizienz, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Deutschlands Wirtschaft steht vor einer Herausforderung, die für Unternehmen im Allgäu ebenso relevant ist wie für den gesamten deutschen Mittelstand: Die Produktivität wächst deutlich langsamer als früher.

Dabei geht es nicht nur um volkswirtschaftliche Statistiken. Produktivität entscheidet darüber, wie effizient Unternehmen ihre Arbeitszeit, Fachkräfte, Maschinen, Technologien und finanziellen Ressourcen einsetzen. Gerade angesichts des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels wird diese Frage immer wichtiger.

Eine aktuelle Studie des Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) bzw. der IW Consult GmbH im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen zeigt zugleich: Deutschland verfügt über erhebliche ungenutzte Produktivitätspotenziale.

Besonders interessant für Unternehmen sind fünf zentrale Hebel: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Innovation, Investitionen und Bürokratieabbau.

Die Studie von Dr. Henry Goecke, Prof. Dr. Michael Grömling, Christian Kestermann und Dr. Marco Trenz, veröffentlicht von der Stiftung Familienunternehmen in München im Jahr 2026, macht dabei einen wichtigen Unterschied: Einige Maßnahmen können kurzfristig Wirkung entfalten. Andere benötigen Zeit, versprechen dafür aber langfristig deutlich größere Effekte.

Für Unternehmen stellt sich deshalb nicht nur die Frage, ob sie produktiver werden müssen. Entscheidend ist vielmehr: Wo lohnt sich der konkrete Ansatzpunkt?

Produktivität ist mehr als „schneller arbeiten“

Arbeitsproduktivität beschreibt die durchschnittliche Wirtschaftsleistung, die eine erwerbstätige Person erbringt. Sie hängt dabei nicht allein davon ab, wie viele Stunden Beschäftigte arbeiten.

Entscheidend sind vielmehr mehrere Faktoren:

  • Wissen und Qualifikationen der Beschäftigten
  • eingesetzte Maschinen und Anlagen
  • digitale Technologien
  • Innovationen
  • organisatorische Abläufe
  • Infrastruktur
  • Ressourceneinsatz
  • Kapitalausstattung
  • technologischer Fortschritt

Für Unternehmen bedeutet das: Eine höhere Produktivität entsteht nicht automatisch durch mehr Arbeitsleistung.

Im Gegenteil. Gerade bei einem angespannten Arbeitsmarkt wird es zunehmend wichtiger, mit vorhandenen personellen Ressourcen mehr Wertschöpfung zu erreichen.

Für Arbeitgeber im Allgäu ist das besonders relevant. Viele Unternehmen konkurrieren um dieselben Fachkräfte. Gleichzeitig lässt sich der Personalbedarf nicht beliebig erhöhen. Produktivitätssteigerungen können deshalb helfen, Wachstum trotz begrenzter personeller Ressourcen zu ermöglichen.

Deutschlands Produktivitätswachstum ist deutlich zurückgegangen

Wie groß die Herausforderung ist, zeigt die langfristige Entwicklung.

Laut der im Artikel dargestellten Studie wuchs die Arbeitsproduktivität in Deutschland beziehungsweise Westdeutschland in den vergangenen Jahrzehnten immer langsamer.

In den 1960er-Jahren lag das durchschnittliche jährliche Produktivitätswachstum noch bei rund 5,2 Prozent. In den 1970er-Jahren waren es 3,8 Prozent und in den 1980er-Jahren 2,4 Prozent.

In den 1990er-Jahren lag das Wachstum noch bei rund 2 Prozent.

Danach ging die Dynamik deutlich zurück:

  • 2000er-Jahre: 0,9 Prozent
  • 2010er-Jahre: 1,1 Prozent
  • 2020er-Jahre: nur noch 0,3 Prozent

Damit liegt Deutschland inzwischen deutlich unter dem Niveau früherer Jahrzehnte.

Besonders problematisch ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Laut Studie wären künftig Produktivitätszuwächse von etwa 1,6 Prozent jährlich erforderlich, um den Wohlstand zu sichern.

Für Unternehmen entsteht daraus ein klarer Handlungsdruck.

Warum Produktivität gerade für den Mittelstand wichtig ist

Produktivität klingt zunächst nach einem Thema für Volkswirte. Für Geschäftsführer und Personalverantwortliche hat sie jedoch unmittelbare praktische Bedeutung.

Wenn Fachkräfte fehlen, können Unternehmen zusätzliche Aufträge nicht ohne Weiteres durch zusätzliche Beschäftigte abdecken.

Wenn gleichzeitig Lohn-, Energie-, Material- oder Finanzierungskosten steigen, nimmt der Druck auf die Wertschöpfung weiter zu.

Produktivität kann hier an mehreren Stellen ansetzen.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen benötigt heute für einen bestimmten administrativen Prozess zwei Stunden. Durch eine digitale Lösung, eine bessere Prozessstruktur oder den Einsatz von KI lässt sich der Aufwand auf eine Stunde reduzieren.

Die frei werdende Zeit muss dabei nicht zu Personalabbau führen. Sie kann beispielsweise für Kundenbetreuung, Qualitätsverbesserung, Vertrieb, Entwicklung oder zusätzliche Aufträge genutzt werden.

Genau darin liegt die unternehmerische Bedeutung von Produktivität: Nicht zwingend weniger Menschen sollen mehr arbeiten. Vielmehr sollen vorhandene Ressourcen sinnvoller eingesetzt werden.

Die fünf größten Produktivitätshebel für Unternehmen

Die Studie identifiziert fünf zentrale Handlungsfelder. Besonders spannend ist dabei der Unterschied zwischen kurzfristigem und langfristigem Potenzial.

1. Bürokratieabbau: Der schnellste Hebel

Kurzfristig besitzt der Bürokratieabbau laut Studie das größte Potenzial.

Eine umfassende Reform könnte die Produktivität bereits innerhalb eines Jahres um etwa 1,6 Prozent erhöhen.

Damit liegt der Bürokratieabbau kurzfristig deutlich vor den anderen betrachteten Maßnahmen.

Für Unternehmen bedeutet das: Produktivität beginnt nicht zwangsläufig mit einer neuen Software oder einer großen Investition.

Auch unnötige Prozesse können Produktivität kosten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • doppelte Datenerfassung
  • unnötige Dokumentationsschritte
  • komplizierte interne Freigaben
  • langwierige Genehmigungsprozesse
  • manuelle Übertragungen zwischen Systemen
  • unklare Zuständigkeiten
  • wiederkehrende administrative Aufgaben

Unternehmen sollten deshalb nicht nur fragen: Welche Technologie fehlt uns?

Ebenso wichtig ist die Frage:

Welche Prozesse könnten wir vollständig streichen?

Gerade hier können Unternehmen schnell ansetzen. Ein regelmäßiger Prozess-Check kann aufzeigen, welche Arbeit tatsächlich Wert für Kunden oder das Unternehmen schafft – und welche Tätigkeiten lediglich historisch gewachsen sind.

2. Künstliche Intelligenz: Vom Trend zum Produktivitätswerkzeug

Der zweite besonders interessante Hebel ist die Künstliche Intelligenz.

Kurzfristig sieht die Studie ein Produktivitätspotenzial von rund 0,6 Prozent. Langfristig steigt dieses Potenzial auf bis zu 9,3 Prozent.

Damit gehört KI neben Innovation zu den stärksten langfristigen Produktivitätstreibern.

Für Unternehmen bedeutet das allerdings nicht, möglichst schnell irgendein KI-Tool einzuführen.

Entscheidend ist die konkrete Anwendung.

Besonders interessant können beispielsweise Prozesse sein, bei denen Beschäftigte regelmäßig Informationen suchen, sortieren, zusammenfassen, prüfen oder aufbereiten.

Auch bei der Erstellung von Texten, der Analyse von Daten, im Kundenservice oder bei internen Wissensprozessen kann KI unterstützen.

Der entscheidende Punkt lautet daher:

Nicht „Wir brauchen KI“ sollte die Ausgangsfrage sein, sondern „Welcher Prozess kostet uns heute besonders viel Zeit?“

Erst danach sollte geprüft werden, ob Künstliche Intelligenz tatsächlich eine sinnvolle Lösung bietet.

3. Innovation: Langfristig der stärkste Hebel

Besonders bemerkenswert ist das langfristige Potenzial von Innovation.

Die Studie kommt für Innovation auf einen möglichen Produktivitätseffekt von bis zu 13 Prozent.

Damit ist Innovation in der langfristigen Betrachtung der stärkste der fünf untersuchten Hebel.

Das zeigt: Produktivität entsteht nicht nur durch Effizienz.

Neue Produkte, bessere Verfahren, neue Geschäftsmodelle und technologische Entwicklungen können die Wertschöpfung eines Unternehmens grundlegend verändern.

Für Unternehmen im Allgäu ist das eine wichtige Perspektive. Gerade mittelständische Unternehmen verfügen häufig über spezielles Branchenwissen und enge Kundenbeziehungen. Daraus können wichtige Innovationsvorteile entstehen.

Allerdings benötigen Innovationen Zeit.

Die Studie macht deshalb deutlich, dass die Effekte verschiedener Maßnahmen nicht einfach addiert werden können und insbesondere Innovation und Digitalisierung ihre volle Wirkung häufig erst über mehrere Jahre entfalten.

4. Digitalisierung: Die Grundlage für moderne Prozesse

Die Digitalisierung weist laut Studie langfristig ein Produktivitätspotenzial von etwa 5,2 Prozent auf.

Kurzfristig fällt der ausgewiesene Effekt mit rund 0,07 Prozent allerdings vergleichsweise gering aus.

Das sollte Unternehmen nicht zu dem Schluss führen, Digitalisierung sei unwichtig.

Vielmehr zeigt sich ein anderer Zusammenhang: Digitale Technologien entfalten ihren Nutzen häufig erst dann vollständig, wenn Prozesse entsprechend angepasst werden.

Eine digitale Abbildung eines schlechten Prozesses macht einen Prozess schließlich nicht automatisch besser.

Deshalb sollte Digitalisierung immer mit einer Prozessanalyse verbunden werden.

Bevor Sie einen analogen Ablauf digitalisieren, lohnt sich die Frage:

Warum läuft dieser Prozess eigentlich genau so ab?

Vielleicht lässt sich zunächst ein Arbeitsschritt entfernen. Danach kann der verbleibende Ablauf digitalisiert und automatisiert werden.

So entsteht aus Digitalisierung tatsächlich Produktivität.

5. Investitionen: Notwendig, aber kein Selbstläufer

Auch Investitionen gehören zu den fünf zentralen Handlungsfeldern.

Kurzfristig weist die Studie ein Produktivitätspotenzial von rund 0,4 Prozent aus. Langfristig liegt der ausgewiesene Effekt bei etwa 0,8 Prozent.

Das ist im Vergleich zu Innovation und KI deutlich geringer.

Dennoch bleiben Investitionen eine wichtige Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit.

Moderne Maschinen, Anlagen, Software, Infrastruktur und technische Ausstattung können Unternehmen dabei unterstützen, effizienter zu produzieren und Arbeitsprozesse zu verbessern.

Allerdings reicht die Investition allein nicht aus.

Eine neue Maschine bringt wenig, wenn Prozesse, Qualifikationen und Organisation nicht mitentwickelt werden.

Produktivität entsteht daher häufig durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Forschung und Entwicklung: Deutschland ist nicht Spitze

Ein weiterer Punkt der Studie betrifft die privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

Deutschland liegt laut der dargestellten OECD-Auswertung für 2024 mit rund 2,1 Prozent des BIP über dem OECD-Durchschnitt von etwa 2,0 Prozent.

International ist Deutschland damit allerdings nicht führend.

Deutlich höhere Werte erreichen beispielsweise Israel mit rund 6,3 Prozent, Südkorea mit 4,2 Prozent, Japan mit 2,9 Prozent und die USA mit 2,7 Prozent.

Deutschland liegt in der dargestellten Auswahl auf Platz neun.

Für Unternehmen ist diese Entwicklung relevant, weil Forschung und Entwicklung langfristig neue Produkte, Verfahren und Geschäftsmodelle hervorbringen können.

Gerade in einem internationalen Wettbewerbsumfeld entscheidet daher nicht nur die heutige Effizienz. Entscheidend ist auch die Fähigkeit, morgen bessere Lösungen anbieten zu können als heute.

Was Unternehmen im Allgäu jetzt konkret tun können

Die Studie beschreibt vor allem die gesamtwirtschaftlichen Potenziale. Für Unternehmen lässt sich daraus jedoch eine praktische Vorgehensweise ableiten.

1. Produktivitätsbremsen identifizieren

Starten Sie nicht mit einer Technologie.

Starten Sie mit Ihren größten Zeit- und Kostenfressern.

Analysieren Sie beispielsweise fünf zentrale Prozesse und fragen Sie:

  • Wo entstehen regelmäßig Wartezeiten?
  • Wo werden Daten mehrfach erfasst?
  • Wo entstehen Rückfragen?
  • Welche Aufgaben werden manuell erledigt?
  • Welche Prozesse benötigen besonders viele Freigaben?
  • Wo fehlen Informationen?
  • Welche Tätigkeiten erzeugen für Kunden keinen erkennbaren Mehrwert?

Damit erhalten Sie schnell eine erste Produktivitätslandkarte.

2. Schnelle Verbesserungen von langfristigen Projekten trennen

Nicht jede Maßnahme benötigt eine mehrjährige Strategie.

Bürokratische oder organisatorische Hindernisse können häufig kurzfristig reduziert werden.

Parallel dazu sollten Sie langfristige Projekte aufbauen – beispielsweise im Bereich KI, Digitalisierung oder Forschung und Entwicklung.

So entsteht eine sinnvolle Kombination aus Quick Wins und Zukunftsinvestitionen.

3. KI nicht isoliert betrachten

Wenn Sie KI einsetzen möchten, sollten Sie zunächst konkrete Anwendungsfälle definieren.

Ein guter Startpunkt sind Tätigkeiten mit hohem Zeitaufwand und klar wiederkehrenden Abläufen.

Legen Sie anschließend fest, woran Sie den Erfolg messen.

Beispielsweise:

  • eingesparte Arbeitszeit
  • kürzere Bearbeitungsdauer
  • weniger Fehler
  • schnellere Kundenreaktionen
  • höhere Datenqualität
  • zusätzliche Kapazitäten

Dadurch wird aus einem KI-Projekt ein messbares Produktivitätsprojekt.

4. Mitarbeitende einbeziehen

Produktivität lässt sich nicht ausschließlich auf Geschäftsführungsebene steigern.

Ihre Mitarbeitenden wissen häufig sehr genau, welche Abläufe unnötig kompliziert sind.

Binden Sie deshalb Beschäftigte gezielt ein.

Eine einfache Frage kann bereits wertvolle Hinweise liefern:

„Welche Aufgabe kostet Sie jede Woche am meisten Zeit, obwohl sie eigentlich einfacher gehen müsste?“

Aus solchen Rückmeldungen entstehen häufig konkrete Ansatzpunkte für Digitalisierung, Automatisierung oder Bürokratieabbau.

Produktivität und Fachkräftemangel gehören zusammen

Der demografische Wandel macht das Thema noch dringlicher.

Wenn künftig weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, können Unternehmen Wachstum nicht ausschließlich über zusätzliche Beschäftigte organisieren.

Produktivität wird damit zu einem wichtigen Instrument der Fachkräftesicherung.

Das bedeutet nicht, Beschäftigte durch Technologie zu ersetzen.

Vielmehr geht es darum, Fachkräfte von Tätigkeiten zu entlasten, die wenig Wertschöpfung erzeugen.

Eine Fachkraft, die weniger Zeit mit Dokumentation, Datensuche oder Routineaufgaben verbringt, kann mehr Zeit für Kunden, Qualität, Entwicklung oder komplexe Entscheidungen einsetzen.

Damit kann Produktivitätssteigerung zugleich Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität unterstützen.

Denn moderne Arbeitsplätze zeichnen sich zunehmend auch dadurch aus, dass Beschäftigte mit guten Werkzeugen arbeiten und nicht durch unnötige Prozesse ausgebremst werden.

Was die Studie für Unternehmen im Allgäu bedeutet

Die zentrale Botschaft der Studie des IW beziehungsweise der IW Consult GmbH im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen lautet nicht, dass Unternehmen einen einzigen großen Hebel umlegen müssen.

Vielmehr zeigt sich ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren.

Kurzfristig kann Bürokratieabbau besonders viel bewirken.

Mittelfristig können Digitalisierung und gezielte Investitionen Prozesse verbessern.

Langfristig bieten Innovation und Künstliche Intelligenz besonders große Produktivitätspotenziale.

Für Unternehmen im Allgäu ergibt sich daraus eine klare strategische Frage: Wie können Sie mit den vorhandenen Fachkräften, Technologien und Ressourcen künftig mehr Wertschöpfung erzeugen?

Dabei muss nicht jedes Unternehmen sofort ein großes Digitalisierungs- oder KI-Projekt starten.

Oft ist der erste Schritt viel einfacher: Prozesse hinterfragen, unnötige Arbeit entfernen und anschließend gezielt dort investieren, wo tatsächlich Potenzial besteht.

Das Allgäu braucht produktive Unternehmen

Eine starke regionale Wirtschaft lebt von leistungsfähigen Unternehmen. Das gilt für den Handwerksbetrieb ebenso wie für den international tätigen Mittelständler.

Gerade deshalb ist Produktivität kein abstraktes volkswirtschaftliches Thema. Sie betrifft Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze, Löhne, Innovation und die langfristige Entwicklung der Region.

Das digitale Allgäuer Wirtschaftsmagazin möchte genau diese Entwicklungen sichtbar machen: Unternehmen, Innovationen, Arbeitgeber und wirtschaftliche Themen, die für die Region relevant sind. Denn gerade in einer Zeit des Fachkräftemangels und des technologischen Wandels wird es wichtiger, zu wissen, welche Unternehmen neue Wege gehen und wie sich die Arbeitswelt verändert.

Für Geschäftsführer und Personalverantwortliche lohnt sich deshalb ein Perspektivwechsel:

Nicht nur fragen, wie Sie mehr Personal gewinnen können. Fragen Sie auch, wie Sie Ihre vorhandenen Ressourcen produktiver einsetzen können.

Die Studie liefert dafür eine klare Orientierung. Die fünf Hebel heißen Bürokratieabbau, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Innovation und Investitionen.

Wer diese Themen nicht isoliert betrachtet, sondern miteinander verbindet, kann die Produktivität des eigenen Unternehmens gezielt weiterentwickeln – und damit einen wichtigen Beitrag zur eigenen Wettbewerbsfähigkeit und zur wirtschaftlichen Zukunft des Allgäus leisten.

Quellenhinweis

Dieser Beitrag basiert auf den im Ausgangsartikel dargestellten Ergebnissen der Studie der Stiftung Familienunternehmen, veröffentlicht in München im Jahr 2026. Die Studie wurde von der IW Consult GmbH erstellt. Autoren sind Dr. Henry Goecke, Prof. Dr. Michael Grömling, Christian Kestermann und Dr. Marco Trenz. ISBN: 978-3-948850-85-2.

Die im Beitrag genannten Produktivitätspotenziale und internationalen Vergleichswerte wurden entsprechend den Angaben der vorliegenden Quelle übernommen. Insbesondere bei den ausgewiesenen Potenzialen handelt es sich um Schätzungen der Studie; die Effekte der einzelnen Maßnahmen lassen sich laut Quelle nicht einfach addieren.

Teilen:

Weitere Beiträge

Patrick Weh von Team Nifty in Kempten mit der ERP- und CRM-Software Nifty

ERP-Software, die sich Prozessen anpasst, nicht umgekehrt

Flexible ERP- und CRM-Software für Unternehmen, die mehr wollen als Standardlösungen Viele Unternehmen kennen das Problem: Die Software gibt Prozesse vor, statt sich an den Arbeitsalltag anzupassen. Genau hier setzt die Team Nifty GmbH aus Kempten an. Gründer Patrick Weh hat mit „Nifty“ ein ERP- und CRM-System entwickelt, das sich

ATG Allgäuer Treuhand in Kempten – Nachhaltigkeitsbericht und Wirtschaftsprüfung

Der Nachhaltigkeitsbericht in der Wirtschaftsprüfung

Die ATG gestaltet den Wandel – ihren eigenen und den ihrer Mandanten Auf den ersten Blick scheint Nachhaltigkeit kein naheliegendes Thema für einen Berufszweig zu sein, der Jahresabschlüsse von Unternehmen prüft und damit traditionell von Zahlen und handelsrechtlichen Regelungen geprägt ist. Die jüngsten Entwicklungen überraschen daher vielleicht: Auch Berichte zur

Hochwertiger Farbedelstein des Deutschen Edelsteinhauses in Amtzell als Sachwert und Investment

Der letzte unerschlossene Sachwert

Warum Farbedelsteine jetzt in die Investmentdebatte rücken Die Finanzwelt hat eine neue Leitidee: Alles, was Wert hat, soll dokumentierbarer, nachvollziehbarer und langfristig einzuordnen sein. Immobilien werden nicht mehr nur gekauft, sondern in digitale Beteiligungen übersetzt. Kunst, Uhren und Oldtimer werden über Plattformen bewertbarer gemacht. Gold ist global handelbar, standardisiert und

Geschäftsleitung von Dr. Schütz Ingenieure in Kempten – Experten für Tragwerksplanung, Brücken und Gebäude

Dr. Schütz Ingenieure: Erfahrung, Qualität und Nachhaltigkeit

Tragwerksplanung mit Leidenschaft für Brücken und Gebäude Kempten | Tragwerksplanung Zahlreiche Auszeichnungen und Preise zieren die Räumlichkeiten von Dr. Schütz Ingenieure in Kempten. Bereits seit 1958 sind die Experten für Tragwerksplanung weit über das Allgäu hinaus aktiv und bekannt. Vor allem in den Bereichen Bestandsbauwerke, Erhalt historischer Gebäude, Brückenbau und

Ihre Firma digital präsentieren?

Mehr Firmen finden.