Lebensraum statt Lücke

Die Wild Projektentwicklung GmbH entwickelt nachhaltige Wohnquartiere und Service-Wohnanlagen für Kommunen und Investoren.

Wie die Wild Projektentwicklung GmbH neue Wohn- und Servicekonzepte in die Region bringt und damit der Baukrise trotzt

Wohnen ist in jeder Lebensphase ein zentrales Bedürfnis – und vielerorts fehlen passende Angebote. Die Wild Projektentwicklung GmbH verwandelt ungenutzte Flächen in moderne, nachhaltige Wohn- und Servicekonzepte, die Ortskerne beleben und langfristige Werte schaffen. Welche Rolle dabei generationenübergreifende Modelle und Service-Wohnen spielen, erläutert Stefan Geiger, Geschäftsführer der Wild Projektentwicklung, im Gespräch.

AWM: Herr Geiger, während vielerorts der Wohnungsbau ins Stocken geraten ist, haben Sie kürzlich in Berkheim und Aitrach neue Wohn- und Objektanlagen eröffnet. Vier weitere Projekte sind in Planung. Wie erklären Sie das?

S. Geiger: Als Projektentwickler beschäftigen wir uns schon immer mit der Frage, wie sich Lebensphasen, passende Wohnweisen und der Bedarf an Nahversorgung optimal in zukunftsfähige Ortsentwicklungen integrieren lassen. In Gesprächen mit Kommunen, Unternehmen, Wohnungssuchenden und Kapitalanlegern filtern wir drei grundlegende Bedürfnisse heraus: die Neubelebung vor allem ländlicher Ortskerne, die Entwicklung von Wohnkonzepten für alle Altersstufen sowie Wohnweisen, die mit fortschreitendem Alter einen sanften Übergang zu betreutem Wohnen mit zunehmendem Pflegebedarf bieten.

AWM: Letzteres nennen Sie Service-Wohnen. Was verstehen Sie darunter?

S. Geiger: Unser Service-Wohnen ist für Menschen ab 60 Jahren gedacht, die einerseits selbstbestimmt wohnen möchten, zugleich aber die Sicherheit schätzen, bei Bedarf auf professionelle Unterstützung zurückgreifen zu können. Beim Service-Wohnen sind in einer geringen monatlichen Pauschale bereits wichtige Hilfen enthalten: ein Hausnotruf, umfassende Unterstützung bei der Beantragung oder Höherstufung von Pflegegraden oder die garantierte rasche Vermittlung eines Pflegeplatzes. Unsere Service-Wohnanlagen bieten alle einen Gemeinschaftsraum als sozialen Treffpunkt, täglich eine kostenlose Tasse Kaffee, kostenlose Zeitungen und den direkten Kontakt zu einem professionellen Pflegeträger wie etwa illerSENIO.

AWM: Wie binden Sie dabei generationenübergreifendes Wohnen mit ein?

S. Geiger: Viele Kommunen wünschen sich eine möglichst durchmischte Bevölkerung. Das spiegelt sich in unseren Wohnkonzepten wider – indem wir verschiedene Wohn-, Lebens- und Arbeitsformen kombinieren. Hier in Berkheim haben wir den Willbold-Park fertiggestellt. Er beinhaltet zwei Service-Wohnen-Gebäude, ein Gebäude mit Tagespflege und Gemeinschaftsräumlichkeiten und zwei Doppelhäuser.

Ein weiteres Objekt hier, das aktuell im Bau ist, ist der Heidenbühlpark. Hier entsteht eine Nahversorgung (Norma), Gemeinschaftsräumlichkeiten für die Gemeinde Berkheim, Büroräumlichkeiten für die Ökumenische Sozialstation Rottum-Rot-Iller e.V. und eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Beeinträchtigungen, welche durch die Lebenshilfe Biberach angemietet werden. Ziel ist ein möglichst bereicherndes Miteinander aller gesellschaftlichen Gruppen mit guter Nahversorgung.

Nachhaltiges Wohnquartier in Westerheim mit energieeffizienten Fenster- und Türlösungen von Kneer-Südfenster.
Klare Architektursprache, effiziente Technik: Das Wohnquartier auf dem historischen Grundstück in Westerheim verbindet
moderne Gestaltung mit nachhaltigem Energiekonzept.

Portfolio Wild Projektentwicklung

Wohnraum | Objekte | Gewerbe | Industrie

  • Entwicklung
  • Planung
  • Realisierung
  • Betrieb
  • Revitalisierung
  • Verkauf

Wir realisieren zukunftsfähigen Projektbau – als Entwickler, Bauherr und Investor.

Stefan Geiger, Geschäftsführer Wild Projektentwicklung

AWM: Was können Sie uns über Ausstattung und Energiekonzept Ihrer Projekte berichten?

S. Geiger: Wir bauen modern und zeitgemäß, bevorzugt im QNG-Plus-Standard.

AWM: … der was bedeutet?

S. Geiger: QNG-Plus ist ein staatliches Gütesiegel für nachhaltige Gebäude, die höchste Anforderungen an Energieeffizienz, Ressourcenschutz und Gesundheit erfüllen. Für Kapitalanleger zusätzlich wichtig: QNG-Plus wird im Mietwohnungsneubau vorausgesetzt, um zinsgünstige KfW-Förderungen beantragen zu können sowie die steuerlich interessante Sonderabschreibung. Diese sieht eine degressive Abschreibung über zehn Jahre sowie eine vierjährige Sonderabschreibung vor.

AWM: Wie sieht das Energiekonzept zum Beispiel hier in Berkheim aus?

S. Geiger: Jedes der wartungsarmen Gebäude verfügt über ein eigenständiges Heizsystem aus Wärmepumpe, Speicher und PV-Anlage. Wir bauen in Ziegelbauweise oder mit der MHM-Massivholzwand – beide erfüllen das EH40-Primärenergie-Niveau. In Kombination mit PV-Anlage und Speicher zeigen unsere Mieterstrommodelle eine Autarkie von rund 80 Prozent, was die Stromkosten langfristig deutlich senkt. Darüber hinaus ist in den Tiefgaragen die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität bereits vorbereitet.

„Wir realisieren zukunftsfähigen Projektbau – als Entwickler, Bauherr oder Investor.“Stefan Geiger, Geschäftsführung Wild Projektentwicklung GmbH

AWM: Als Projektentwickler verfügen Sie über langjährige Expertise bei Barrierefreiheit. Können Sie uns dazu ein paar Details verraten?

S. Geiger: Alle unsere Wohnungen sind barrierearm – deshalb erhalten wir zahlreiche Anfragen erwachsener Kinder für ihre Eltern. Das Badezimmer ist komplett barrierearm gestaltet. So verfügt beispielsweise das Waschbecken über einen festen Haltegriff. Die Eingangstüren sind Automatiktüren, sämtliche Wohnungstüren sind überbreit für Rollatoren und Rollstühle ausgelegt. Alle Stockwerke – einschließlich der Tiefgarage – sind bequem mit dem Aufzug erreichbar.

AWM: Erfüllen Sie als Bauträger auch individuelle Wünsche?

S. Geiger: Natürlich. Wenn Kaufinteressenten rechtzeitig auf uns zukommen, können wir beispielsweise auf Wohnungsgrößen und Ausstattungswünsche eingehen. Wir haben auch Projekte, bei denen Kommunen komplette Gebäude erwerben und diese für ihren individuellen Bedarf ausbauen lassen – etwa mit Hausarztpraxis, Co-Working-Spaces, Geschäfts- oder Büroräumen. Im Übrigen arbeiten wir konsequent mit Handwerksbetrieben aus der Region zusammen, um die Wertschöpfung bewusst vor Ort zu halten.

AWM: Herr Geiger, wir danken Ihnen für diese Einblicke.

Wild Projektentwicklung GmbH
Leutkircher Straße 22
88450 Berkheim
Telefon 08395 910769-0
info@wild-projekt.com
www.wild-projekt.com

Autor: Sigrid Leger

Bildnachweis: Wild Projektentwicklung GmbH

Kurz zusammengefasst

  • Die Wild Projektentwicklung entwickelt nachhaltige Wohn- und Quartierskonzepte für Kommunen, Investoren und Bewohner.
  • Alle Neubauten entstehen bevorzugt im QNG-Plus-Standard mit Wärmepumpe, Photovoltaik und modernen Mieterstrommodellen.
  • Barrierearme Wohnungen ermöglichen selbstbestimmtes Wohnen bis ins hohe Alter.
  • Individuelle Grundrisse sowie kommunale Sonderlösungen gehören zum Leistungsspektrum.
  • Regionale Handwerksbetriebe sorgen für kurze Wege und eine hohe Wertschöpfung vor Ort.

FAQ

Was zeichnet die Bauprojekte der Wild Projektentwicklung aus?

Die Projekte verbinden nachhaltige Bauweise, energieeffiziente Gebäudetechnik, barrierearme Wohnkonzepte und eine ganzheitliche Quartiersentwicklung.

Was bedeutet der QNG-Plus-Standard?

QNG-Plus ist ein staatliches Qualitätssiegel für nachhaltige Gebäude mit besonders hohen Anforderungen an Energieeffizienz, Ressourcenschutz und Wohngesundheit.

Welche Energiekonzepte setzt die Wild Projektentwicklung um?

Zum Einsatz kommen Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Mieterstrommodelle mit hoher Eigenversorgung sowie vorbereitete Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.

Sind die Wohnungen barrierefrei?

Die Wohnungen sind barrierearm geplant und verfügen unter anderem über Automatiktüren, überbreite Türen, Aufzüge sowie barrierearme Badezimmer.

Können individuelle Wünsche berücksichtigt werden?

Ja. Je nach Projektstand können Wohnungsgrößen, Ausstattung oder auch kommunale Sondernutzungen individuell geplant und umgesetzt werden.

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