Strategien für Wachstum, Fachkräfte und Lebensqualität
Lindau | Standortförderung
Wie attraktiv ein Wirtschaftsstandort ist, hängt nicht nur von Lage und Infrastruktur ab. Entscheidend sind auch die Rahmenbedingungen, die Struktur der ansässigen Wirtschaft und die Attraktivität der Stadt für potenzielle Mitarbeitende. Im Oktober 2024 hat Niklas Ringeisen die neu geschaffene Stelle als Standortförderer übernommen und inzwischen einige Projekte angestoßen und umgesetzt.
Unternehmensbefragung als Grundlage
Ein aktuelles Projekt ist die Unternehmensbefragung, die bis Ende Februar lief und ein Stimmungsbild der regionalen Wirtschaft zeichnen wird.
„Themen der Umfrage sind beispielsweise, wie die Unternehmen ihre Entwicklungsperspektiven einschätzen, welche Serviceangebote sie sich von Seiten der Stadt wünschen und wie sich die derzeitige Fachkräftesituation darstellt. Aber auch Themen wie Technologietransfer und Forschungskooperationen, Flächenbedarfe und das Geschäftsklima kommen zur Sprache. Für die Betriebe auf der Insel sind daneben die Zukunftsaussichten für Handel und Gastronomie entscheidend“, so Ringeisen.
Um die Unternehmen regelmäßig auf dem Laufenden zu halten, soll es in diesem Jahr erstmals einen digitalen Wirtschaftsbrief geben.
Stärkere Vernetzung in der Region
Neben der engen Zusammenarbeit mit den Firmen ist der Austausch mit Verbänden und Kammern sowie im grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum entscheidend.
„Die Kooperation mit Bregenz wollen wir in wirtschaftlichen Themen weiter ausbauen.“
In Kooperation mit dem Handelsverband Bayern und der IHK gab es im Herbst 2025 ein Azubi-Knigge-Training, um den Auszubildenden Soft-Skills für den Berufsalltag zu vermitteln – die Aktion soll in diesem Jahr erneut angeboten werden.
Um ansiedlungswillige Firmen bei der Suche nach bedarfsgerechten Flächenangeboten zu unterstützen, wird derzeit am Aufbau eines gesamtstädtischen Gewerbeflächenmanagements gearbeitet.
Citymarketing stärkt die Insel


Das Citymarketing fokussiert sich auf die Akteure in der Innenstadt: Um hier für Belebung zu sorgen, werden jetzt Maßnahmen aus dem Inselentwicklungskonzept der Stadt schrittweise begleitet und umgesetzt.
Die Kultur- und Einkaufsnacht am 1. August 2025 sowie der Lindauer Familientag am 20. September 2025 trugen im vergangenen Jahr bereits zur Einbindung des Einzelhandels bei.
Außerdem begleitet die Standortförderung die Lindauer Weihnachtsinsel, die gemeinsam von Lindauer Verbänden in der Vorweihnachtszeit organisiert wird.
Mit einer Artikelserie wird die Lindauer Standortförderung das ganze Jahr hindurch über Aktivitäten und Fortschritte informieren – für die kommende Ausgabe ist ein Bericht über die Ergebnisse der Unternehmensbefragung geplant.
Kurz zusammengefasst
Lindau stärkt seine wirtschaftliche Zukunft durch gezielte Standortförderung. Unternehmensbefragung, Citymarketing und neue Netzwerke schaffen bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen und Fachkräfte.
Nützliche Links
- Stadt Lindau – Standortförderung
- Allgäuer Wirtschaftsmagazin – Wirtschaft & Region
- Allgäuer Firmenportal – Unternehmen entdecken
- IHK – Wirtschaft & Ausbildung
Autor: Angela Lingenhöl
Bildnachweis: Christian Flemming
Häufige Fragen zu diesem Thema
Was macht die Standortförderung in Lindau?
Sie verbessert wirtschaftliche Rahmenbedingungen, unterstützt Unternehmen und stärkt die Attraktivität der Region.
Warum ist eine Unternehmensbefragung wichtig?
Sie liefert ein klares Bild über Bedürfnisse, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der regionalen Wirtschaft.
Welche Rolle spielt Citymarketing?
Es stärkt die Innenstadt, erhöht die Besucherfrequenz und unterstützt lokale Unternehmen.
Wie profitieren Unternehmen von der Zusammenarbeit?
Durch Netzwerke, Austausch und gezielte Unterstützung bei Wachstum und Ansiedlung.
Warum ist Fachkräftebindung ein Thema?
Weil die Attraktivität eines Standorts entscheidend für die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden ist.






